Beflügeln die Rübenzuckerindustrie

BMA-Extraktionstürme gibt es schon seit mehr als 70 Jahren. Damals wie heute gehören die Anlagen aus Braunschweig zu den Bestsellern der weltweiten Rübenzuckerindustrie. Dafür gibt es viele Argumente.

Kontinuierlich arbeitende Extraktionsanlagen von BMA „beflügeln“ die Rübenzuckerindustrie gleich in zweifacher Weise. Mit Hilfe ihrer langsam rotierenden Transportflügel bewegen sie Rübenschnitzel in dichter Packung zum oberen Turmende. Dabei findet die Extraktion der Zuckermoleküle aus den Rübenzellen statt. Das Ergebnis: ein Rohsaft von hoher Reinheit, hohem Trockensubstanzgehalt und zusätzlich niedriger Temperatur. Das wiederum beflügelt auch den Anlagenbetreiber - technologisch sowie aus Sicht der Energiewirtschaft.

Das Prinzip eines BMA-Extraktionsturms hat eine lange Tradition. Ursprünglich für die Extraktion von Ölsaaten entwickelt, wurde der Turm in den 40er Jahren konstruktiv und verfahrenstechnisch auf die Verarbeitung von Rübenschnitzeln adaptiert. Während erste Anlagen noch als Doppelsäulenturm ausgeliefert wurden, entstand 1950 der erste Einsäulenturm. Und der erzeugte eine riesige Nachfrage am Markt. Kurz darauf fertigte BMA binnen 18 Monaten 28 Türme. Etwa 8 Wochen dauerte damals die Fertigung, 90 t Stahl und Eisen wurden verbaut.

Inzwischen ist viel passiert. Extraktionstürme von BMA überzeugen heute mit hoher Durchsatzvariabilität (70 – 120%), moderner Drehmomentregelung und einer Extraktionsrate von bis zu 99%. Mittels moderner Automation und Datenkommunikation kommt der Turm in der Welt des Internets an. Was bleibt, ist der Erfolg am Markt. Allein in den zurückliegenden 6 Monaten hat BMA Aufträge für Extraktionsanlagen mit einer Kapazität von insgesamt 40.000 Tonnen pro Tag erhalten. Diese Extraktionsanlagen gehen nach China, Russland und Polen. Türme von BMA findet man heute in fast allen Ländern, wo Zucker aus Rüben gewonnen wird.

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